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Ein stummer Schrei nach Liebe

Eine Verbitterung ist meist die Folge einer großen persönlichen Kränkung. Man fühlt sich von seinen Mitmenschen sehr ungerecht behandelt und missverstanden, ist zutiefst verletzt und fühlt sich gleichzeitig hilflos, dagegen etwas zu unternehmen.

Auf die Enttäuschung und Hilflosigkeit reagieren Betroffene mit ohnmächtiger Wut, Rachegefühlen, Groll, Feindseligkeit, Aggressionen, Depressionen und Weinkrämpfen. Quelle

Das ist es was uns in den Kopf kam als wir mal wieder einen der ausladenden Nicht-Beiträge unserer Kübelistin sahen.
Schon die Kurzübersicht zeigt bereits, dass dieser Text nirgendwo anders als in die kaputte Psyche der Autorin gehen wird.

Die Pulk-Phobie des deutschen Gutmenschen im Urlaub




Luxuspauschalreisen zu den Taliban?

Der deutsche Gutmensch hat eine gravierende Phobie: Die Angst vom heimischen, deutschen  Pulk. Nicht zu Hause in Deutschland. Dort plagt ihn dieses Leiden komischerweise kaum. Zu Hause in Deutschland kann sich der linksintellektuell gefärbte Gutmensch Marke Rotweingürtel

Bevor wir uns in die Abgründe dieser Kreation auseinandersetzen wollen wir erst mal einen Blick auf die Quelltexte für diesen Erguss schauen.

Einer der zwei Artikel den Kybeline hier zitiert liegt auf dem Portal von Quantara.de. Quantara ist:

Das arabische Wort „qantara“ bedeutet Brücke. Qantara.de ist ein Projekt der Deutschen Welle, an dem auch das Goethe-Institut, das Institut für Auslandsbeziehungen und die Bundeszentrale für politische Bildung beteiligt sind. Das Projekt will zum Dialog mit der islamischen Welt beitragen und wird vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland gefördert.

Bzw. auf kübelinisch: Feind, Verräter, Musel.
So kam sie wahrscheinlich auf das Thema.

Der Artikel handelt von einem Autor (Björn Kern) der nicht etwa in die Wüste in den Urlaub oder Jihad fährt sondern für:

„Yollarda“, ein von der Europäischen Union gefördertes Mammutprogramm, das 48 Autoren in 24 Städte der Türkei bringt, um sie an Schulen und Universitäten aus ihren Büchern lesen zu lassen.

Der Schriftsteller berichtet auf der einen Seite über das Programm sowie die Begeisterung der Besucher für die Bücher und Autoren sondern eben auch in den ersten Absätzen über deutsche Touristen in der Türkei.
Er verdeutlicht seine Abneigung gegen die u.a. als Handtucharmee bekannten deutschen Touristen mit 2 Zitaten und einem Beispiel:

„Oma-Apfelkuchen plus Kaffee: 2 Euro 50“ steht auf der weiß getünchten Hauswand in der Morgensonne, und ich wundere mich, dass das da wirklich so steht, der etwas ungelenke Text auf Deutsch, die Preisangabe in Euro

„Wo sie keine Euros nehmen, geh ich gar nicht erst hin!“ ruft eine schwäbische Rentnerin ihrer Reisebegleitung zu, in einer Lautstärke, als würden die beiden von einer breiten Straße getrennt sein – und nicht mit eingehakten Armen nebeneinander laufen.

„Was?! Du zahlst deinen Flug selbst?!“, empört sie sich wenig später, „Ich komm‘ immer auf Krankenschein!“ Türkische Händler werden wie selbstverständlich auf deutsch angesprochen, am Stock gehende, ältere Türken vom Pulk der Rüstigen an den Straßenrand getrieben – die Deutschen sind da!

So viel dazu. Nun schauen wir uns mal an was die Kübelistin die hier mal wieder der Meinung ist das deutsche Volk vertreten zu können aus der Story gemacht hat.

Wie schon oben gesehen meint sie anhand der obigen Beispiele, es fehle dem Autor an einer Art Herdentrieb. Wie könne er es den wagen, sich über die Deutschen lustig zu machen…als Deutscher?!

Die zwingende Konsequenz daraus ist, dass er angeblich hier von derlei Sachen nicht gestört wäre.
Sie führt aber nicht die obigen Beispiele an (Tja Preise in € sind halt hier üblich und man schickt anscheinend keine Rentner auf Krankenschein nach Stuttgart) sie kommt statt dessen mit etwas sehr interessanten:

Zu Hause in Deutschland kann sich der linksintellektuell gefärbte Gutmensch Marke Rotweingürtel  den halben Sonntag bei einer Ausstellung von Max Ernst, Joseph Beuys oder Andy Warhol einreihen und inmitten eines furchtbar nervenden Pulks im 10-Sekunden-Takt die berühmten Oeuvres bewundern, genau wie der Ausstellungskatalog es vorschreibt.

Ist das etwa ein Hinweis auf ein peinliches Erlebnis unserer Kübelistin? Hat man sie etwa aus einer Vernissage geschmissen oder ist das einfach nur ein Grundneid der hier komplett am Thema vorbei gehend in den Raum springt?
Es wird noch besser.

Sicher ganz im Sinne der oben zitierten Rentner dehnt sie ihren Neid nun auf Musik und Gesundheit aus:

Er kann sich auch sein Toupet aufsetzen, sich in seinen alten Jeans zwingen und bei einem Konzert der Vorruheständler Pink Floyd, Rolling Stones oder sonstwem die halbe Nacht die Glühkerzen schwingen.

Man fühlt sich wieder jung, arm und unbeschwert, wie damals. Man beweißt sich selber, dass man anspruchslos ist, dass man alles entbehren könnte, außer die Kunst, die schon längst zur Kunst des Establishments (des neuen Spießbürgertums) geworden ist…

An dieser Stelle erinnern wir uns immer wieder an den Kommentator aus dem alten Blog der schrieb es handele sich bei Kybeline um einen schrulligen Frührentner. Schon bis hier hätten wir alle Klischees abgearbeitet.
Der Wink an das „Spießbürgertum“ reiht sich ein mit der Kapitalismuskritik zu den links importierten Tönen der Islamophoben.
ProNRW hat es auch nochmal kurz  vor der Wahl damit versucht. Es war ja gerade „in“.

Wir machen weiter im Text:

Was passiert aber mit diesem neuen linksintellektuellen  Spießer, sobald er sich in Flugzeug setzt? Es muß irgendwelche geheime Auslöser geben, die aus ihm einen Phobiker macht, der keine deutsche Mitmenschen mehr um sich mag.

Ganz im Gegensatz zum daheim gebliebenen Phobiker der nur seinen Browser anwerfen muss.
Auch hier durchnässt der Neid jeden einzelnen Absatz.

Er möchte einfach dort Urlaub machen, wo es nicht mit Lieschen Müller und Martin Schulz überlaufen ist. Keine deutsche Pauschaltouristen, bitte. Spanien? Diese Betonbunker für Deutsche? Igitt! Vielleicht irgendwelche neue Art retten, wie seinerzeit Humbolt, oder  ganz allein als einziger Deutsche die letzten Spuren des weißen Rassismus gegen die lieben Einheimischen aufspüren:

An dieser Stelle zitiert sie einen anderen, recht kurzen Artikel aus dem österreichischen Kurier der in knappen Beispielen zu Fremdscham führt.
Sie geht aber natürlich nicht auf die dort aufgeführten Beispiele direkt ein.
Statt dessen wechselt sie zu dem oben genannten Autor und ihr inzwischen vor Wut weich gekochtes Hirn Spuckt folgendes:

Oder man könnte als deutscher Gutmensch aus seinen eigenen Oeuvres den lieben, literaturhungrigen Türkenkindern vorlesen, irgendwo im Osten der Türkei:

Nun wechselt die Quelle des Neides vom Neid auf Geld, der Fähigkeit sich gut zu Benehmen und dem Verstand zum Neid auf die Kinder.

Der Autor erzählt von begeisterten Kindern die Fragen an ihn gestellt haben und sogar interessiert den Antworten zugehört haben. Er schreibt weiter:

Zerknirscht denke ich an Deutschlands „dauercoole“ Gymnasiasten, die sich für solche Fragen längst zu erwachsen fühlen, die alles, was nicht ironisch verpackt ist, als spießig empfinden. Was läuft da falsch bei uns?

Man sieht. Der Autor spricht aus Erfahrung. Was man von unserer Kübelistin und ihren Ghostwritern sicher nicht behaupten kann. Es fällt ihr auch nichts anderes ein als einfach die im Quelltext benutzten Worte zu nehmen und einfach in ihrem Sinne wiederzuverwenden. Das sieht dann so aus:

Da sieht ihr, ihr coole Deutsche, warum euch der spießige Gutmensch nicht mag, warum er sich viel besser unter den unkomplizierten Türken fühlt. Er wünscht sich einfach, der einzige Coole Deutsche vor Ort zu sein, er möchte sich durch den Umgang mit den exotischen Menschenmassen seine abgehobene Einzigartigkeit bestätigen.

Hä? Also mal jetzt unabhängig der Nationalität, soll er lieber die desinteressierten Kiddies mögen? Die die eigentlich gar nicht da sein wollen, schlimmstenfalls vom Lehrer vorgegebene Fragen vortragen statt derer die wirklich interessiert sind und sogar vernünftige Fragen stellen?
Man merkt hier, Kybelines Verstand hat nun vollkommen ausgesetzt. In Wut getextet wird es nun nur noch wirrer:

Stellt euch nur vor, wie sich dieser Björn Kern fühlen würde, wenn er von 20 türkischen Schriftstellern umgeben wäre, die ihm alle was aus ihren Werken vorlesen möchten.  Hier in Deutschland gibt es schon zu viele Björns, und jeder will was vorlesen. In der Osttürkei geht’s noch.

wtf?
Was soll das da alles nur bedeuten? Warum sollte er sich nicht freuen von 20 türkischen Schriftstellern umgeben zu sein die ihm was vorlesen wollen? Es gibt genug Schriftsteller in Deutschland?? Hä?

Es folgt noch ein genauso sinnloser und vor Neid triefender Seitenhieb auf den österreichischen Autor:

Dasselbe bezieht sich auf Guido Tartarotti. Stellt euch nur vor, dass er nach Italien fährt, oder nach Spanien. Was soll er dort noch über die bösen Touristen schreiben? Erst mal würde ihm niemand glauben, denn alle wüßten es besser.

Ironischerweise hatte sie in ihrem Artikel den Teil zitiert indem der Autor beschämt schildert wie sich Einheimische in der Karibik als „Neger“ verkleiden um die Touris mit ihren Vorurteilen zu füttern.
Klar. Kein Spanier wird sich als Buschmann verkleiden. Natürlich würde das keiner glauben.
Wir glauben jedoch alle an die voll trunkenen Ballermantouristen und wäre der Autor dorthin gereist hätte er auch wahrscheinlich keinen Artikel geschrieben denn das ist doch wohl wirklich jedem bekannt.

Wir glauben (hoffen) ebenfalls, dass unsere Kübelistin das europäische Festland wahrscheinlich noch nie verlassen hat und verlassen wird…

Das nun folgende Fazit kommt jetzt, vollkommen gelöst von Sinn und Verstand dennoch irgendwie überraschend.
Es scheint irgendwie als hätte sie einen Punkt setzen wollen aber da sie die eigentliche Botschaft ihres Ergusses selbst nicht erfassen konnte kam so was dabei raus:

Diese Sehnsucht, irgendwohin zu kommen, wo man keine deutsche Mitmenschen trifft, ist eine inzwischen so weit verbreitete Sucht unter den deutschen und europäischen Spießern, dass es in den letzten 30 Jahren kein einziger Reiseführer herausgegeben wurde, in dem nicht mindestens ein „Geheimtipp“ vorkommt

Also der Geheimtipp ist nun auch schlecht. Wie seriös sie klingt…
Ms Obvious erleuchtet uns nun mit ihrer Weisheit, daß der Geheimtipp vielleicht doch nicht so geheim ist wie er da steht…oh rly? Was will sie uns nun damit sagen? Geht nicht in das mallorkinische Umland sondern haut euch zu der Masse an den Strand und kippt euch voll dann macht ihr das deutsche Volk stolz? Hä?

Machen wir uns nichts vor. Die meisten von uns sind in ihrem Urlaub auf deutsche Touristen gestoßen die sich in einer Weise verhalten haben die in uns Fremdscham geweckt hat. Natürlich empfindet man das im Ausland eher als zu hause. Jedenfalls wenn man sich Gedanken darüber macht was andere über einen denken.
Das ist natürlich für eine Propagandistin die im Schutze der Anonymität Rassimus predigt ein vollkommen unbekannter Zustand.

Umso peinlicher erscheint dieser Erguss für einen Leser dieses Ergusses der nicht ebenfalls gerade mit einem vor Wut betäubten Gehirn unterwegs ist.
Wir danken jedenfalls für diesen geistigen Striptease welcher mal weiter wunderbar gezeigt hat wie schamlos und vor Neid und Hass zerfressen diese verbitterte Polemikerin im wirklichen Leben sein muss.

Eine wunderbare Pointe für das Thema sowie Kybelines Artikel liefert der österreichische Beitrag:

Warum tun Touristen Dinge, die sie zuhause nie täten – seht, da spuckt einer sein Würstchen auf den Boden!? Warum bedeutet Urlaub für sie, sich schlecht zu benehmen? Die Antwort weiß ausgerechnet mein nicht gerade weit gereister Vater: „Weil sie sich zuhause nur gut benehmen, weil sie müssen – nicht, weil sie es gern tun.“

  1. El-Stammito
    12. Mai 2010 um 11:54

    Mich würden zwei Sachen interessieren: Weis Frau K. von irgendwelchen Geheimkonzerten? Meines Wissens nach gab es seit Mitte der Neunziger keine Pink Floyd Konzerte mehr (Ausnahme 2005 beim Live8 Festival).

    Und was will sie mit elektrischen Heizelementen im Brennraum von Verbrennungsmotoren und Heizungen (Glühkerzen) bei Rockkonzerten?

    • 12. Mai 2010 um 20:38

      Um diese Fragen zu ergründen müsste man sich erst einmal auf die Wahrnehmungsebene von „Frau“ K. bringen.
      Soweit wir wissen ist jedoch das Wissen über die notwendigen Betäubungsmittel längst verloren gegangen.

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