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The Sauerlaender what a Show

Es ist endlich geschafft.
Deutschland hat seinen ersten RICHTIGEN Terrorörprozess durch.

Die Gefangenen wurden zwar nicht in orangefarbenen Overalls auf eine Insel vor der Küste gebracht aber sonst war alles sehr Medienwirksam.

Ein Fall der vom Anfang bis zum Ende nach Fisch gestunken hat verfloss in eine Art glorreichen Orgasmus.
Wir klauen hierzu vom fefe der eigentlich alles sagt was noch zu dieser Farce zu sagen wäre:

Liebe Leser, diesen Text müsst ihr lesen. Es handelt sich um das Vorwort zu der Urteilsverkündung gegen die Sauerländer. Was sich liest wie ein fundamentalistisches Pamphlet der CSU, ist in Wirklichkeit die Position des vorsitzenden Richters. Der sollte da neutral richten, und kommt dann mit Sprüchen wie diesem hier:

Wir müssen mit Erschrecken erkennen, dass die Geißel unserer Zeit, die ungeheure Bedrohung der internationalen Staatengemeinschaft, nämlich der weltweite islamistische Terrorismus, weiter um sich greift und inzwischen junge Menschen erfasst, die in westlicher Kultur aufgewachsen sind und – wovon man eigentlich glaubt ausgehen zu können – von Wertvorstellungen westlicher, europäischer Gesellschaften geprägt wurden. Aber ganz offenbar hat der gewaltbereite Islamismus zunehmend auch auf junge Menschen in unserer Gesellschaft eine verheerende Anziehungskraft […]

Wenn ich sowas lese, habe ich vor meinem geistigen Auge einen Bill O’Reilly, einen Rush Limbaugh, einen Geert Wilders, aber doch keinen deutschen Richter! Mir stößt auch das ständige Loben der nach Strich und Faden verkackt habenden Ermittlungsbehörden damals sauer auf. Ich erinnere da nur an die Autoreifen, den ungeeigneten Sprengstoff, die total unauffällige Überwachung, die untaugliche Dienstkleidung und die Tatsache, dass der Verfassungsschutz die IJU für eine Erfindung hält und natürlich die CIA-Verbindung. Letzeres hat sich ja später bestätigt, so dass sogar der Oberterroristenpanikschieber einräumen mußte, dass es sich bei der IJU um einen Fake handelt. Aber zurück zum Richter. Der macht auch gleich noch eine Packung Agenda-Pushing für die CSU:

Dass die Beweislage im Übrigen so erdrückend war, lag auch in diesem Verfahren – wie in dem vor dem Senat verhandelten Al Qaida-Verfahren – an den Erkenntnissen aus der Wohnraumüberwachung, aber auch, und diesmal ganz vorrangig, an den Erkenntnissen aus der Überwachung der Gespräche der Angeklagten Gelowicz, Yilmaz und Schneider in den von ihnen angemieteten PKWs. Diese Überwachungs- und Ermittlungsmaßnahmen haben sich inzwischen als unverzichtbar erwiesen.

Wer da keinen Brechreiz kriegt, muß ein hartes Training hinter sich haben. Oh und neben all der Lobhudelei und dem Selbstschulterklopfen (er verteilt da echt noch Lobe für das „kurze Verfahren“ — yeah, nur 10 Monate!!1!) fällt auch die Rhetorik auf, die klingt, als habe Ziercke das diktiert: „verheerend“, „todbringend“, „ungeheuer“, „in bisher nicht dagewesenem Umfang“.

Empfehlenswert zum Thema auch diese (mp3) Sendung des Deutschlandfunks.

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