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Der Verlust des Juden-Jokers

Nachdem wir hier und hier schon gelesen haben, daß sich diverse Personen und Gruppen offiziel von der Islamophoben Szene distanziert haben zieht die Jüdische Allgemeine nach.

Wir zitieren hier mal den Politblogger:

PI ist ein sich proamerikanisch und proisraelisch gebendes Portal, das sich dem Kampf gegen eine ‘Islamisierung Europas’ verschrieben hat. Pro Köln wiederum behauptet, einen ’strikt grundgesetztreuen, demokratischen und freiheitlichen Politikansatz’ zu vertreten. Für größeres Aufsehen sorgte Pro Köln erstmalig mit zwei von heftigen Protesten begleiteten ‘Anti-Islamisierungskongressen’, zuletzt im Mai dieses Jahres in Köln.

[…]

Zentraler Baustein in der Strategie der Pro-Gruppen ist, ihre fremdenfeindliche Ausrichtung als vermeintlich harmlose ‘Islamkritik ‘ zu maskieren. Bemerkenswert offen erläuterte Pro-NRW-Chef Beisicht unlängst der ‘Jungen Freiheit’ die Strategie: ‘Wir haben nach Inhalten Ausschau gehalten und waren anfangs selbst überrascht, welche außerordentliche Resonanz wir mit dem Thema gefunden haben.’ Zum Beispiel bei PI. Das Portal zählt nach eigenen Angaben zu den erfolgreichsten politischen Weblogs in Deutschland. Seit 2004 kämpft es gegen eine ‘immer mehr um sich greifende Ideologie des Multikulturalismus’. Zu den ‘Leitlinien’ von PI gehört auch ein Bekenntnis zu Israel. So will man sich zum einen gegen den Vorwurf des Rechtsextremismus immunisieren. Zum anderen sehen die PI-Macher den jüdischen Staat als eine Art Außenposten im Kampf gegen die von ihnen halluzinierte muslimische Weltverschwörung.

Dass PI sich auf Pro-Köln-Demos tummelt, sorgt für Reibungsverluste: Für deren Führungsspitze sei ‘diese geheuchelte Israelfreundlichkeit nur Mittel zum Zweck’ und nicht mehr als ‘eine unliebsame Fassade’, urteilt René Emmerich. Derehemalige Pro-Jugendbeauftragte für Köln, ein glühender Neonazi, verließ die Gruppierung im Mai und schloss sich den ‘Freien Kräften’ an.

Während die Pro-Gruppen beim neuen Partner PI erfolgreich andockten, scheiterten sie bislang bei demokratischen Islamkritikern.

Quelle (pdf)

Wir finden das ist ein wichtiger Beitrag und ein wichtiges Zeichen an die Szene.
Die Zeiten des jüdischen Freifahrtscheins scheinen abgelaufen zu sein. Wir sind gespannt wie die Szene sich da rauswinden will. Bisher haben wir keine Reaktionen finden können.
Ob das ihnen entgangen ist oder doch nur ausgeblendet?

Wir werden daran erinnern.

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