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Der Rückblickszerg

Soooo wir sind wieder da. Teilweise jedenfalls und werfen einen Blick zurück auf einige Höhepunkte der kybelinschen Verblödung von letzter Woche.

Wir beginnen mit dem “Tag der Christenverfolgung” zu dem unser Kübeltier letzte Woche aufgerufen hatte:

Die evangelische Kirche hatte den 28. Februar, den kommenden Sonntag, zum Tag der weltweit verfolgten Christen erklärt. Nun wollen die Stuttgarter Christen zusammen mit Vertretern der verfolgten Christen auf dem Schloßplatz in Stuttgart eine Mahnwache abhalten

Mit Stuttgarter Christen sind wohl unsere Freunde der gepflegten Holocaustläugung, die Piusbrüder gemeint denn hier ist ihre Werbung dafür (Somit schließt sich auch der Kreis zum kybelinschen Geschleime hier).

Blöderweise folgte kein Bericht über das Grossevent. Wir haben uns schon sehr gewundert. Also suchen wir bei Pi-News, wurden fündig und nun war auch klar warum unser Kübeltier dieses Event lieber unter dem Tisch sehen wollte.

Wie man mal wieder sieht: eine Hand voll Idioten mit nem Gartentisch. Es gibt sogar ein Video dazu.

Das liest sich bei PI dann so:

Eine ganze Menge Kopten waren auch dabei und deren lebhaft authentische Anteilnahme hierzu war zum Greifen in der Luft zu spüren!
[...]
s wurden Flugblätter verteilt. Im Laufe der vier Stunden mögen etwa mehrere Hundert Interessierte an unserem Stand gewesen sein, der in etwa immer eine Größe von 40-60 Menschen umfasste.

Hm. Interessant. Wo waren diese Menschen nur? Sind die permanent hinter der Kamera herumgelaufen um nicht erkannt zu werden? Eher nicht. Leute die nach Ägyptern aussehen konnten wir da auch nicht wirklich erkennen.

Es scheint mal wieder ein Beweis dafür zu sein wie in der Islamophoben Sekte mit Teilnehmerzahlen jongliert wird.
Hatten wir bereits hier, hier oder hier.
Es wundert uns dennoch, daß das sogar Kybeline zu peinlich gewesen war. So kennen wir sie gar nicht.

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Hat man oben noch versucht einer islamophoben Aktion ein christliches Motiv zu verpassen in dem man den Aufruf der evangelischen Kirche als Vorwand für den peinlichen Auftritt nahm ist es einen Tag später gerade diese die verteufelt wird.

So fand Anfang Januar in Reutlingen eine Dialogveranstaltung der christlichen und muslimischen Gemeinden statt die von einer Hand voll islamophober Gestört wurde.

Nun distanziert sich die evangelische Kirche öffentlich von den Phobikern mit den Worten:

Mit einer einstimmigen Resolution distanziert sich der evangelische Gesamtkirchengemeinderat von allen, »die einen offenen Dialog mit den Muslimen in Reutlingen bekämpfen«. Hintergrund der Erklärung sind massive Störversuche während der Veranstaltungen Ende Januar in der Christuskirche sowie zum Auftakt der Reihe »Christen und Muslime im Dialog« jetzt im Matthäus-Alber-Haus.

Das Dekanat hat als wahrscheinliche Quelle der Störungen eine Gruppierung ausgemacht, die sich zwar vordergründig christlich gebe, in Wahrheit aber »den Islam in Deutschland und Europa bekämpft und, wie sich gezeigt hat, auch bereit ist, für ihre Ziele die Grenzen des Anstandes zu überschreiten und Veranstaltungen zu stören«.

Das ist natürlich ein rotes Tuch für die Islamophoben die ja vor nicht all zu langer Zeit schon den Rückhalt der Juden verloren haben und sich nur noch an der evangelischen Teilzeitpfarrerin auf Amokkurs, Christine Dietrich (siehe auch die Kommentare) fest klammern.

So ergießt sich unser Kübeltier voller blinder Wut und verständnisloser Verwirrung in ihrem Erguss mit dem Titel “Es knallt in Reutlingen!”:

Viele Kleriker, die heute die Macht in den Kirchenbüros an sich gerissen haben, halten sich für sogenannte “Christen”. Nach der zweitausendjährigen christlichen Tradition aber sind sie das genaue Gegenteil eines Christen.
[...]
Wie gut, dass wir diese verlorenen evangelischen Teufelsbeamten haben, die sich zu Herren über den Anstand und dessen Grenzen ernennen….blahblahyahda

Wer hier den Knall hat ist klar ersichtlich.

Wir wissen ja: nur unser Kübelmonster weiss was wer der wahre! Christ ist. Denn das Christentum nach Kübeline ist eine Religion der Nächstenliebe. Also der Liebe zum nächsten Verwandten oder Blutsbruder. Vor allem verbunden im Hass gegen die Übernächsten aus dem Morgenland.

Innerhalb kürzester Zeit tauchen auch die Mitstreiter im Kommentarbereich dieses Ergusses auf um Werbung für ihr eigenes Blog zu machen. Man kann ruhig davon ausgehen, daß er einer von den peinlichen Pöblern war die bei der besagten Veranstaltung vor Ort waren.

Marti schrieb am  1. März 2010 um 13:23:
Diese scheinheiligen Pfarrer!
Erst verweigern sie der Bügerbewegung Pax Europa die Christuskiche für eine Dialogveranstaltung, die dann im Hotel Fortuna stattfinden muss, und jetzt schreien sie laut, genau die selben Leute würden den Dialog verhindern.

Naja jemand der sich an Kybeline wendet um für seine kindischen Pöbeleien Werbung zu machen bewegt sich auf einem Niveau auf dem so etwas wie Dialog vollkommen unbekannt ist.
Wir hätten gerne mehr über die Zwischenruf im Januar erfahren aber das ist wohl beiden Seiten so peinlich gewesen, daß sie es lieber nicht noch einmal erwähnen wollten.

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Unter dem Tag “Badezimmer-Lektüre” auch als “Klo-Lektüre” bekannt kopiert unser Kübeltier einen geradezu “genialen” “Wissenschaftler” der ein Buch über Mohammed geschrieben hat.
Dieser ist der Meinung, daß Mohammed wohl nie existiert hat und er beschreibt wie er darauf gekommen ist so:

Jede Erklärung hierfür ist Ibn Ishaqs Ruf als Historiker abträglich und unterstreicht, dass er in Wirklichkeit ein Prediger war, ein Künstler der frohen Botschaft von der Ankunft des Propheten, aber kein objektiver Berichterstatter.

Es könnte natürlich möglich sein, dass in dem Zeitraum von etwa zwanzig Jahren zwischen der Berufung Mohammeds zum Propheten und seinem Tod ausgerechnet in den sieben (Schalt-)Monaten tatsächlich nichts vorgefallen war, was der Nachwelt übermittelt werden mußte. Aber diese Wahrscheinlichkeit ist doch relativ gering.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Da war ein Mann, dessen Name noch bis heute bekannt ist. Der hat da über Mohammed geschrieben und sogar ein Datum an die Ereignisse gehängt. Ein Monat fehlt=alles Scheiße.

Auf der anderen Seite haben wir da die “vier” Evangelisten:

- man weiß kaum bis nichts über die Verfasser
– teilweise haben diese von einander abgeschrieben und nach eigenem Gutdünken umgedeutet
– über die Jahre hinweg wurden die Evangelien von der Kirche zurecht geschnippelt
– alle Evangelien wurden 80 bis 100 Jahre nach Christus geschrieben…

Uuuh klingt Glaubwürdig. Das Alte Testament ist da nicht besser. Man google Ziusudra.

Aber ein Monat im Leben Mohammeds ist da natürlich genug um sich so zu ergießen:

Denn die Grundsatzfrage ist, ob es Mohammed gegeben hat oder nicht. Wenn es ihn nicht gegeben hat, dann hat es auch keine Einflüßterungen gegeben, dann ist der ganze Koran ein Fake.

Wir danken unserem größten Fake für diese verblödete Erleuchtung die wahrscheinlich tatsächlich aufs Klo gehört.

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Zum Ende des ersten Teils unseres Rückblicks welches mal wieder wunderbar demonstriert, daß keine Religion davon geschützt ist in ihrem Namen von fanatischen Blendern missbraucht zu werden, haben wir noch ein wunderbares Beispiel aus der “christlichen Hochburg” USofA.

Einige werden sich an das Unglück im “Sea World” in Orlando erinnern bei dem eine Trainerin bei einer Show mit dem Orka Wal “Tilikum” umgekommen ist.

Die christlich Rechte Organisation “American Family Organisation”  schriebt in einem Blogeintrag mit dem Titel “Bible ignored, trainer dies” dazu:

If the counsel of the Judeo-Christian tradition had been followed, Tillikum would have been put out of everyone’s misery back in 1991 and would not have had the opportunity to claim two more human lives.

Says the ancient civil code of Israel, “When an ox gores a man or woman to death, the ox shall be stoned, and its flesh shall not be eaten, but the owner shall not be liable.” (Exodus 21:28)

Aber nicht nur das. Sie weiss auch schon ganz genau was mit den Verantwortlichen passieren sollte:

But, the Scripture soberly warns, if one of your animals kills a second time because you didn’t kill it after it claimed its first human victim, this time you die right along with your animal. To use the example from Exodus, if your ox kills a second time, “the ox shall be stoned, and its owner also shall be put to death.” (Exodus 21:29)

So viel zu Zitaten aus heiligen Schriften und dem Missbrauch den man dabei von Fanatikern erwarten kann.
Interessant ist, daß sich hier wieder alte Muster auftun: Radikale Christen, Islamophobe, Rechte und Antisemiten/Holocaustläugner teilen sich anscheinend wieder das Klientel. Die verschiedenen Ausprägungen verteilen sich im Internet, greifen jeweils an ihren Enden die entsprechenden Zielgruppen ab und werfen sich bei Gelegenheit den Ball zu.

Man muss zugeben: es funzt.

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Fortsetzung folgt…

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